Hukl-Bühne begeistert mit Kriminalkomödie

Peine Die „heißen“ Bankräuberinnen Lisbeth (Christa Schikora), Hedwig (Inga Bronstert) und Vivienne (Stefanie Goyer) strapazieren die Lachmuskeln.

Von Bernd Stobäus

Die „heißen“ Bankräuberinnen strapazierten die Lachmuskeln ihres Publikums.

Foto: Henrik Bode

 

900 Gäste sahen im Vöhrumer Dorfgemeinschaftshaus an drei Abenden das neue Stück der Hukl-Bühne Vöhrum, die turbulente Kriminalkomödie „Heiße Bräute machen Beute“ - eine Vorstellung mit viel Spannung, Tempo und Ironie.

Die „heißen“ Bankräuberinnen Lisbeth (Christa Schikora), Hedwig (Inga Bronstert) und Vivienne (Stefanie Goyer) strapazieren die Lachmuskeln. Der Dreiakter aus der Feder von Ralf Salomon hat alles, was das Krimikomödienherz begehrt: Täterinnen, die eine Bank ausrauben, mehr Glück als Verstand haben und doch ihre fette Beute nebst ihrer Freiheit behalten dürfen. Dafür schicken sie den zwar nicht harmlosen, aber unschuldigen Kleinkriminellen Guiseppe Attolini (Andreas Schote) ins Kittchen. Dazu gesellen sich Viviennes Ehemann Erwin (Jürgen Bublitz), eine neugierige Nachbarin (Susanne Grobe), ein Kommissar (Hubert Klinke) und eine unsichtbare Souffleuse (Gisela Neumayer).

Die drei – sorry, erst waren es ja nur zwei, schließlich hatten sie eine Komplizin nach dem Raub in der Bank vergessen – hauen sich in der Wohnung die Dialoge um die Ohren, dass es eine Wonne ist. Grobe spielt die neugierige Nachbarin so täuschend echt, dass einem um Schmunzeln ist. Auch Schote, Bublitz und Klinke färben ihre Charaktere so treffend ein, dass man manchmal gar nicht so richtig unterscheiden kann, was denn nun wirklich oder nur gewitzelt ist. Ein wenig ins Comedy-Fach rutscht die Rolle von Klinke als Kommissar. Der übernimmt Elemente des genialen Fernseh-Ermittlers Columbo alias Peter Falk. Er bedenkt aber nicht ganz, dass niemand so raffiniert seinen Trenchcoat hinter sich herschleifen konnte wie Colombo.

Insgesamt bot die Hukl-Bühne eine Aufführung, die trotz kleiner Hoppler so manch „große Inszenierung“ in Nichts nachstand.

. Der Star des Abends hatte die kürzesten Auftritte: Gerda Penke. Doch kaum war sie auf der Bühne, legte der Beifall los: Die große Dame der Hukl-Bühne hatte nach 50 Theaterjahren und 40 Jahren bei der Hukl-Bühne ihren letzten Auftritt.