Die Anfänge der HUKL-Bühne

 

Im Jahre 1970 wurde in Vöhrum nach langer Zeit wieder Theater gespielt.

Christa Andrioff, die Leiterin der Kindertagesstätte, stellte eine Theatergruppe auf,

der Kinder aus dem Kindergarten sowie als Erwachsene Birgit Feiste, Anneliese Jäger und Hubert Klinke

angehörten. Am 1.10.1970 begannen die Proben, und in der Vorweihnachtszeit

wurde zweimal das Märchen "Schneewittchen und die sieben Zwerge aufgeführt".

Nach dem Fortzug von Christa Andrioff machte Hubert Klinke allein weiter

und trat mit dem Einakter "Das Kälberbrüten" vor die Öffentlichkeit.

Bei einer Vorführung beim Altennachmittag gab der 1. Vorsitzende der AWO Vöhrum,

Horst Draschner, der Theatergruppe den Namen "HUKL-Bühne Vöhrum",

bestehend aus den Anfangsbuchstaben von Hubert Klinke.

Während die Junior-HUKL-Bühne nur in der Weihnachtszeit spielte und in bisher

135 Vorstellungen von 1970 - 1982 vor 19.100 Zuschauern aufgetreten ist,

hat die HUKL Bühne ihre Mitgliederzahl und ihr Programm ständig erweitert.

Die Laienspieler, deren Bühnenleiter weiterhin Hubert Klinke ist, wirken mit bei

Einaktern, führen abendfüllende Vorstellungen auf und gestalten bunte Nachmittage und Abende.

Am 7. 3. 1981 erlebte die HUKL Bühne Vöhrum einen weiteren Höhepunkt. Sie konnte in der

"Plattenkiste" des NDR 2 mitwirken. Gerda Penke, Christa Schikora und Hubert Klinke

gestalteten im Funkhaus in Hamburg für eine Stunde das Musikprogramm.

Durch ihre Aktivität ist die Bühne schon längst über Vöhrum hinaus bekannt geworden

und hat viele Anhänger nah und fern gefunden, doch die Vöhrumer sind das treueste Publikum.

 

Bis heute hat die HUKL Bühne sich stetig weiter entwickelt. Die Mitgliederzahl ist bis auf 32 gestiegen

und die Aktivitäten nehmen ebenfalls stetig zu. Seit 1979 führt die HUKL Bühne jedes Jahr

einen Dreiakter im Dorfgemeinschaftshaus Vöhrum auf. Das dies mit viel Arbeit verbunden ist,

steht außer Frage. Als erstes muss das Stück sorgfällig ausgewählt und die Rollen besetzt werden.

Jeder Mitspieler investiert viel Zeit und Mühe um seinen, meist sehr langen Text,

bis ins Detail auswendig zu lernen. Unser Bühnentischler Heinz zimmert schon Wochen vor

der Aufführung an der passenden Kulisse. Mal benötigten wir eine bayerische Berghütte von innen,

oder auch schon mal eine Terrasse mit Gartenzaun und Hauswand. Egal welche Kulisse das Drehbuch

vorsieht, Heinz zimmert mit viel Liebe zum Detail immer wieder das richtige zusammen.

Dreiakter 1996 "Kirsch und Kern"

von links oben stehend: Hartmut Schikora, Gerda Penke, Junia Hübner Stolte, Peter Kunz

unten links sitzend: Günter Blut, Marina Papenburg und Hubert Klinke

 

Die Voraussetzungen zum Proben der Stücke sind alles andere als optimal.

Erst 3 - 4 Tage vor den Aufführungen hat das Ensemble

die Möglichkeit in den Kulissen im Dorfgemeinschaftshaus zu proben.

In den Monaten vom erstmaligen Lesen im Januar bis zur Premiere im Mai,

müssen die Übungsabende im privaten Wohnzimmern oder Partykellern statt finden

und schränken die Bewegungsmöglichkeiten der Darsteller natürlich erheblich ein.

Und doch gelingt es der Truppe immer wieder, die Stücke überzeugend auf die

Bühne zu bringen und die Zuschauer zu begeistern (siehe Pressespiegel).

Beweis für die Qualität der Aufführungen sind sicherlich, die seit Jahren ständig steigenden

Zuschauerzahlen. Im Mai 2004 war die Nachfrage so groß, dass wir erstmals leider nicht

alle Kartenwünschen erfüllen konnten. Besonders stolz sind wir es geschafft zu haben,

immer mehr junge Leute zu begeistern und auch mittlerweile ein großes Stammpublikum zu besitzen.

Außerdem ist die HUKL-Bühne mittlerweile auch überregional ein Begriff,

wie unsere Gäste aus Hannover, Braunschweig, Sehnde, Burgdorf oder Wolfenbüttel beweisen.

Aber nicht nur mit den abendfüllenden Dreiaktern hat sich die HUKL-Bühne einen Namen gemacht.

Zweijährig präsentieren wir uns im Spätherbst mit einem Sketch-Programm im Peiner Forum,

einigen Kleinkunstbühnen und Kulturvereinen. Auch in diesen Produktionen beweisen die Darsteller

ihre Vielseitigkeit und ihr komödiantisches Talent. Die Folge war, dass auch hier

sämtliche Vorstellungen restlos ausverkauft waren. Seit einiger Zeit erfreut sich unsere Bühne

auch großer Beliebtheit als Überraschung auf Geburtstagen, Hochzeiten, Jubiläen und anderen Feiern.

Mit kurzen Auftritten und Sketchen starten wir auch hier Angriffe auf die Lachmuskeln der Gäste.